Prof. Dr. Hans-Peter Dürr referierte zum Thema „Warum es ums Ganze geht“ in Wien
Weltbild
05.10.2011Beeindruckend referierte der Pysiker und Nobelpreisträger zum Thema "Warum es ums Ganze geht - Neues Denken für eine Welt im Umbruch". Hans – Peter Dürr war am 04. Oktober 2011 auf Einladung von ecoplus und GLOBArt nach Wien in das Palais Niederösterreich gekommen und begeisterte in seinem Vortrag ca. 90 Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft.
Für den Wissenschaftler und Träger des alternativen Nobelpreises ist die gegenwärtige Krise eine Folge, die von uns selbst geschaffen wurde. „Wir wollen mit Denkweisen aus dem 19. Jahrhundert und der Technologie des 20. Jahrhunderts den Auftrag der Gestaltung des 21. Jahrhunderts erfüllen. Das ist schizophren - und muss schief gehen", so Dürr.
Die Menschheit ist zu sehr auf die Analyse der Einzelteile fixiert und Naturverbundenheit sowie Ethik und Moral sind zu Randerscheinungen geworden. Aber auch die geistige Dimension der Umwelt wird geleugnet - obwohl wir von ihr abhängig sind, erläuterte der Atomphysiker und Philosoph. Die Lösung der gegenwärtigen Probleme liegt für Dürr im „Umdenken“.
Die Zukunft ist offen und nicht vorherbestimmt. Wir haben die Möglichkeit den weiteren Verlauf der Schöpfung mitzubestimmen. Dazu müssen wir aber die Schrauben lockern, anstatt sie fester zu ziehen. Alles ist fähig sich zu verändern, was Dürr eindrucksvoll mit seinem „Chaospendel“ verdeutlichte. „Wir müssen jetzt dringend die bereits vielen vorhandenen positiven, in vollem Sinne lebenswerten, ökologischen nachhaltigen Lebensstile umsetzen. Dazu sind wir alle aufgefordert mitzudenken sowie mitzugestalten“, so Prof. Dr. Hans - Peter Dürr.
