Samstag 18.05.2013 - 21:31
 

Das neue Buch „Retten wir den Euro“ von Christian Felber ist erschienen

Weltbild

04.02.2012
Foto: Deuticke – Verlag

Retten Europas Regierungen den Euro zu Tode? Die Konstruktionsfehler der EU werden durch die Euro-Krise deutlich sichtbar.

Christian Felber setzt sich in seinem neuen, brandaktuellen Buch für die Tilgung der Staatsschulden über EU-weite Finanztransaktions-, Vermögens- und Gewinnsteuern ein.

Eine Strategie, die endlich die Verursacher und Profiteure der Krise in die Pflicht nehmen und ihnen letztlich sogar nützen würde. Aber er geht auch der Frage nach, ob die Einheitswährung überhaupt von Vorteil ist beziehungsweise welche Alternativen es gibt. Und er fordert, dass die fatalen Konstruktionsfehler der Europäischen Union - Standortkonkurrenz, freier Kapitalverkehr ohne Sozialstaat, Demokratiedefizit - ins Zentrum der Debatte gerückt werden.

Zum Inhalt:

Die Strategien der Regierungen werden den Euro nicht retten, sie retten ihn vielmehr zu Tode.

➤ Die Rettungsschirme werden reißen, weil die zu Rettenden mehr und die Retter weniger werden. Mit den Sparmaßnahmen ziehen die Regierungen die Eurozone in die Rezession, was die Gesamtinsolvenz der Eurozone beschleunigt.

➤ Sollten sich die Regierungen sich folgedessen mithilfe der EZB für eine Inflationierung der Schulden entschließen, führt dies zum Teilverlust der Finanzvermögen durch Entwertung (best case); im schlimmsten Fall gerät die Inflation außer Kontrolle.

➤ Mehrere Schuldenschnitte oder ungeregelte Insolvenzen werden infolge des ungelösten Problems systemrelevanter Banken Kettenreaktionen auslösen und auf diesem Weg die Gesamtinsolvenz der Eurozone herbeiführen.

Hingegen wäre die Tilgung der Schulden ein funktionierender Weg aus der Krise – der einzige mathematisch logische Weg.

Was die wenigsten wissen: Die privaten Vermögen betragen in der Euro-Zone ungefähr das Fünffache der Staatsschulden. Zudem ist der Großteil der Vermögen in wenigen Händen konzentriert, es würde ausreichen, eine Oberschicht von rund zehn Prozent der Bevölkerung moderat zur Kasse zu bitten: ein Prozent Vermögensabbau würde die Staatsschulden um fünf Prozent reduzieren – nach zehn Jahren wären die Staatsschulden der Euro-Zone halbiert.

Weitere Kernthemen:

• Umstellung der Staatsfinanzierung auf zinsfreie Zentralbankkredite

• Steuer- und Lohnkoordination in der EU – Ende der Standortkonkurrenz

• Regulierung des Finanzsektors: von der Zerteilung von Systembanken bis zur globalen Währungskooperation

• Konkrete Vorschläge für eine umfassende Demokratisierung der EU

Zum Autor:

Christian Felber, 39, ist freier Publizist, Lehrbeauftragter an der Wirtschaftsuniversität Wien und Mitbegründer von Attac Österreich. Gegenwärtig baut die Projekte „Demokratische Bank“ und „Gemeinwohl-Ökonomie“ auf, letzteres ist ein alternatives Wirtschaftsmodell, das nach etwas mehr als einem Jahr bereits von mehr als 500 Unternehmen aus 13 Staaten unterstützt wird. Die Wirtschaftsbücher der letzten Jahre erreichten eine Gesamtauflage von 70.000

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