"Agro-Gentechnik freie Steiermark" - Aktivisten setzten in einer Nacht- und Nebelaktion ein Zeichen
Gesundheit
26.10.2011
Foto: zVg.
(v.l.n.r.): Toni Ithaler, Peter Painer, Lukas und Karl Hader
NESTELBACH IM ILZTAL / Zum Auftakt der Initiative "Agro-Gentechnik freie Steiermark" setzten Aktivisten in der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober in einer Nacht- und Nebel-Aktion ein Zeichen. Überzeugte Gentechnik-Gegner wurden mobilisiert, um über 100 Tafeln gegen Gentechnik auf Feldern in der Steiermark aufzustellen. Ziel dahinter ist es, an die Wichtigkeit unserer Nahrungsmittelabstammung zu appellieren.
Gefordert wird in erster Linie eine Kennzeichnungspflicht für gentechnikveränderte Lebensmittel in Österreich.
Die gesundheitlichen Gefahren der eingesetzten Gentechnik in der Landwirtschaft wurden weltweit mehrfach wissenschaftlich bestätigt. Obwohl in Österreich die Produktion und der Import gentechnisch veränderter Lebensmittel verboten sind, finden sich in heimischen Supermärkten genug Lebensmittel mit gentechnischem Hintergrund.
Grundsätzlich besteht in EU-Staaten zwar eine Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Produkte. Ausgenommen davon sind jedoch Eier, Fleisch- und Milchprodukte von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert wurden. Mit Enzymen und Aromen verhält es sich ebenso, da sie rechtlich gesehen nicht als Lebensmittel deklariert sind.
Kennzeichnungspflicht für Gentechnik gefordert
Wenig überraschend ist, dass der Großteil gentechnisch veränderter Pflanzen hauptsächlich in die Futtermittelindustrie einfließt und damit im Endeffekt in unsere Nahrungsmittel verarbeitet wird. Aus diesem Grund fordert die Initiative "Agro-Gentechnik freie Steiermark" und das dahinterstehende Bündnis "Zivilcourage" auch die Kennzeichnungspflicht für diese tierischen Produkte sowie ein Patentverbot für alle Lebensmittel.
